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Was Du schon immer über Pacman wissen wolltest |
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Wie kam Pacman auf die Welt?Erfunden wurde Pac-Man schon im März 1979 von Toru Iwatani, einem Designer der japanischen Firma Namco, die zu Anfang 1979 das erste Video-Arcade-Spiel in echter Farbe entwickelt hatte: Galaxian (Arcade werden in Amerika die Spielautomaten genannt, die in Kneipen und Spielhallen aufgestellt wurden und werden.) Nach ein-jähriger Entwicklungszeit kam das Spiel am 22. Mai 1980 in Japan als Puck-Man auf den Markt. Die Legende besagt, dass Iwatani die Idee zur Puckman-Figur hatte, als er eine Pizza aß und dabei das erste Viertel verzehrt hatte; deshalb sieht Puckman wie eine gelbe Scheibe aus mit einem herausgeschnitenen Viertel als Mund. Pacman hatte zahlreiche Nachfolger, wie Ms. Pacman, Super-Pacman oder Jr. Pacman, von denen aber keiner mehr so erfolgreich wie das Original war. Selbstverständlich versuchten auch andere Spiele-Entwickler und Videospiel-Hersteller auf diesen Zug aufzuspringen, indem sie ähnliche Spiele nach dem gleichen Prinzip entwickelten. So entstanden zu dieser Zeit Klone wie mein Favorit Lady Bug, Mouse Trap, Lock n' Chase und andere. Pacman und seine Nachfolger und Klone wurden ebenfalls auf alle elektronischen Spielgeräte übertragen, die später entwickelt wurden, wie Heim-Spielekonsolen (Atari, ColecoVision, Intellivision, Nintendo, Playstation, Xbox, um die gängigsten zu nennen) und Heim-Computer (Amiga, PC, Mac). |
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Wie spielt man Pacman?Man steuert den Pacman mit Hilfe eines Joysticks (oder den Pfeiltasten) durch ein Labyrinth und muss alle darin verteilten Pillen fressen, um eine Ebene (ein Level) höher, weiter zu kommen. Das Originalspiel besitzt 255 Level (und den berühmten SplitScreen). Als Gegner hat Pacman vier farbige Geister, die ihn teilweise zielgerichtet verfolgen. Wenn ein Geist ihn berührt, verliert er eines seiner drei Leben und der nächste Pacman muss von der Startposition aus die Aufgabe vollenden, das Labyrinth von Pillen zu befreien und möglichst viele Punkte zu ergattern. Nach dem letzten Leben ist das Spiel vorbei und muss neu gestartet werden, im Original durch den Einwurf neuer Münzen. Ziel des Spiels ist es, möglicht lange am Leben zu bleiben und dabei soviele Punkte zu sammeln, wie möglich: jede einfache Pille bringt 10, jede Kraftpille 50 Punkte. Die Geister nach dem Verzehr einer Kraftpille zu fressen, erhöht den Punktestand um 200 für den 1. Geist, 400 für den 2., 800 für den 3. und 1600 für den letzten Geist. Das Original-Pacman-Spiel hat natürlich noch zahlreiche Besonderheiten, die außerdem vom Spielgerät abhängig sind, an dem man Pacman spielt. So besitzen die Geister im Original-Arcade-Spiel typische Bewegungsmuster, die starr festgelegt sind (so starr, dass sie Pacman an einer Stelle des Labyrinths nicht finden, wenn man ihn sofort nach dem Start dort positioniert). So sucht nach jedem Spielstart jeder Geist zuerst eine bestrimmte Ecke des Labyrinths auf, bevor er auf die Jagd nach Pacman geht. Dieser so genannte Scatter(Zerstreuungs)-Modus tritt während jedes Levels zweimal auf, ist aber in den höheren Leveln stark verkürzt. |
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Wo kann man Pacman spielen?Es gibt ja immer noch genug Leute, die von Pacman bis zum 45. Lebensjahr noch nie was gehört haben (so wie ich). Aber irgendwann stößt man dann auf ihn und stellt sich die Frage: Wie und wo kann ich dieses Spiel denn heute noch spielen? Aber Ernst beiseite. Also, wer auf diese Seite gestoßen ist, hat ja schon eine gigantische Auswahl an Online-Pacman-Versionen, die er durchprobieren kann und die ihm einen ersten Einblick in die Funktionsweise des Pacman-Spiels gewähren. Aber möglicherweise ist dann sein Appetit auf das Original erst richtig groß geworden. Was nun? Die alten Spiel-Automaten gibt es heute fast nur noch in Museen zu bestaunen, wie z. B. in der Ausstellung des RetroGames e. V. in Karlsruhe (Deutschland), dem SpilMuseet in Ikast (Dänemark) oder in The American Classic Arcade Museum in Laconia, New Hampshire (USA). Müssen alle, die zu diesen drei Möglichkeiten keinen Zugang haben, nun verzweifeln? Nun kommt aber der schwierigere Teil des Unternehmens: wie bekommt man die Spiele-ROMs. Diese sind natürlich nicht Teil des Emulationsprogramms, da die ROMs zu den Spielgeräten gehören und von den Herstellern nur mit diesen zusammen verkauft wurden; das ist genauso wie mit normalen Computer-Programmen, die darf man ja auch nicht beliebig kopieren und weitergeben. Wie das so ist: Recht und Gesetz werden unter bestimmten Bedingungen zu bestimmten Zwecken gemacht; wenn sich nun die Bedingungen ändern, sollten sich auch Recht und Gesetz ändern. Aber manchmal muss sich nicht gleich das ganze Rechtssystem ändern, sondern es reicht aus, wenn ein Unternehmen die Zeichen der Zeit erkennt und das, was auf neue Art massenhaft nachgefragt wird, selbst zu einem akzeptablen Preis auf neue Art anbietet. Das hat die Musikindustrie mit Ach und Krach geschafft, vielleicht schaffen das die Besitzer der Spiele-Copyrights auch noch! Ich hoffe, dass nun jeder glücklich wird und einmal das Original-Spiel irgendwo spielen kann. |
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Kann man Pacman auch selbst programmieren?Wer also nicht spielen, sondern mal selbst ein Pacman-Spiel entwickeln will, dem beschreibe ich hier jetzt nicht haarklein, wie man das in Flash, Javascript oder irgendeiner anderen Programmiersprache macht. Nein, ich verweise ihn auf eine kleine Liste von Anleitungen, die ich im Netz gefunden habe. Die sollte man ein wenig studieren und dann einfach mal in der Praxis loslegen; die meisten Probleme tauchen sowieso erst beim Tun auf, da kann man vorher noch so viel nachdenken - obwohl ohne eine gute Planung und Vorbereitung geht nur selten etwas. Als erstes habe ich einen schwedischen Autor, der eine Sammlung nützlicher Tutorials bietet - zwar noch für Flash MX (= Flash 6), aber zur Einführung sind sie immer noch sehr nützlich, weil hier viele grundsätzliche Dinge, die für ein Spiel benötigt werden, gut erklärt werden. Dann gibt es weiterführend ein paar mehr Tutorials für die Programmierung eines Pacman-Spiels: Zur Einführung vielleicht, wie man einen Pacman erstellt und zum Laufen bekommt (dabei ist auch dieser Kurs nützlich). Etwas fortgeschrittener ist diese Labyrinth-Engine. Eine ausgezeichnete Anleitung über das Programmieren eines Pacman-Klons in fortgeschrittenem Javascript bietet Norbert Landsteiner von masswerk.at (in Englisch) Man kann natürlich auch den Code kompletter, fertiger Spiele studieren; bei Flashkit.com gibts zwei Flash-Spiele mit Hilfe der Suche; die Quellcodes der Spiele von Pastore (Harrathi & Issam) und Digital Vision Multimedia gibt es ebenfalls dort. Wer den Code des Spiels von Paul Neave braucht, kann sich an mich persönlich wenden - diese Fla-Datei wird nicht mehr vom Autor angeboten |
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