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Was Du schon immer über Tetris wissen wolltest

 
 

Tetris? Tetris!

Aufbau und Funktion von Tetris

Tetris ist ein Computer-Spiel; es wird mit sieben verschiedenen Steinen gespielt, die wiederum aus vier gleichen Quadraten aufgebaut sind.
Diese Steine schweben nach dem Spielstart einzeln von oben nach unten durch das rechteckige Spielfeld und müssen vom Spieler am Boden zu lückenlosen, waagrechten Reihen zusammengesetzt werden.
Die Tetris-SpielsteineDer Spieler kann die Steine während des Fallens solange um 90° drehen, bis sie entweder am Grunde des Spielfeldes angelangt sind oder auf einem anderen Stein aufsitzen.
Ist die Abwärtsbewegung eines Steines zum Stillstand gekommen, fällt der nächste Stein von oben herab.
Die Reihenfolge, in der die Steine aufeinander folgen, ist vollkommen wahllos, d. h. dem Zufall überlassen. Im normalen Modus wird der nächste Stein jedoch in einem Vorschaufenster angezeigt.

Gewinn und Verlust bei Tetris

Hat der Spieler nun eine horizontale Reihe vollständig ausgefüllt, verschwindet diese und die darüber liegenden Reihen rutschen nach unten. Dafür erhält der Spieler Punkte. Je mehr Reihen er auf einmal vervollständigt - es können maximal vier sein, desto mehr Punkte erhält er.
Nach einer bestimmten Anzahl an Reihen, die der Spieler gelöscht hat, gelangt er in ein weiteres Level, was vor allem eine erhöhte Fallgeschwindigkeit der Steine bedingt.
Wenn das Spielfeld mit unvollständigen Reihen bis zum oberen Rand gefüllt ist, so dass ein folgender Stein nicht mehr nach unten fallen kann, ist das Spiel zu Ende.

Erfindung und Vermarktung von Tetris

Tetris wurde von dem Russen Alexey Pajitnov erfunden und 1984 an der Moskauer Akademie der Wissenschaften auf einen Elektronika-Computer programmiert. Im Team mit Dmitry Pawlowski und Vadim Gerasimow wurde das Spiel PC-tauglich gemacht und verbreitete sich rasch westwärts.
Im kapitalistischen Westen wurde es zum Objekt der Begierde von Spiele-Herstellern wie Atari und Nintendo. Da es in der Sowjetunion keine individuellen Eigentumsrechte gab, war Evgeni Belikov, Chef des sowjetischen Ministeriums für Import und Export von Software und Hardware (Elorg), der zentrale Part im Kampf um die Rechte an Tetris. Er verkaufte verschiedenee Verwertungslizenzen an die Interessenten, die sich später in den USA noch vor Gericht trafen, da Robert Stein, Präsident eines britischen Software-Hauses, Lizenzen für Verwertungsarten (z. B. für Heimkonsolen) weiterverkaufte, die er nicht besaß. Letztlich machte der Niederländer Henk Rogers den größten Reibach, der die gewinnträchtigste Lizenz, die für Handhelds, an Nintendo veräußerte; Nintendo verkaufte seinen Game Boy nur mit Tetris; das förderte den Verkauf dieser kleinen Spielgeräte enorm.

Zukunft von Tetris und Zufriedenheit seines Erfinders

Der Erfinder des Spiels, Alexey Pajitnov, verdiente lange Jahre nichts an seinem Spiel. Er wanderte 1991 in die USA aus und verdingte sich später bei Microsoft als Spiele-Entwickler. Erst 1996, nach Ablauf der Lizensierungszeit von 10 Jahren, partizipierte er an den Lizenzgebühren; diese machten aber zu diesem Zeitpunkt nur noch einen kleinen Teil von dem aus, der während der Boom-Zeit des Spiels von den Lizenznehmern gezahlt worden war.
Heute hält die Tetris Company, an der er zusammen mit Henk Rogers beteiligt ist, alle Rechte an dem Spiel und verdient mit neuen Verwertungsarten, wie z. B. Lizenzen für Handy-Spiele, noch ein wenig Geld.
Alexey Pajitnov ist trotzdem zufrieden mit seinem Leben und fühlt sich vor allem durch den Erfolg von Tetris belohnt. Das erfuhr auch das GEE-Magazine, als es Paschitnow interviewte.

Hier noch eine Performance des Spiels, die im Rahmen des Kunst-Projekts "Game Over" entstand, in dem der französisch-sprachige Schweizer Guillaume Reymond einige digitale Spiele in die wirkliche Welt transportierte. Genial.

Mehr Informationen finden sich unter Links

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Gibt es die perfekte Spielstrategie für Tetris?

Da das Spiel sehr viel vom Zufall bestimmt wird, gibt es natürlich keine perfekte Strategie, aber es gibt ein paar praktische Tipps, die die Chancen erhöhen, die Steine möglichst lange im Fluss zu halten. Ich habe hier mal ein paar gute Hinweise zusammengestellt, die ich aus dem Internet gesammelt habe:

  1. Am besten immer 4 Reihen auf einmal vollenden mit dem "Langen", dem Tetris; das gibt die meisten Punkte.
  2. Es gibt mehr Punkte pro Stein, wenn man ihn fallen lässt; je tiefer desto mehr.
  3. Den Kanal für den "Langen" lässt man ganz links oder rechts frei; dann bleiben mehr Möglichkeiten für die anderen Steine.
  4. Die Vorschau nutzen; manchmal muss man einen Stein schlecht platzieren, um den nächsten besser einzusetzen.
  5. Möglichst keine Löcher in der Wand lassen. Es ist besser Überhänge zu produzieren als Löcher. Löcher so schnell wie möglich beseitigen.
  6. Wenn die Wand zu hoch wird, ist es besser auch mal ein oder zwei Reihen zu füllen.
  7. Die Wand immer flach halten. Nicht mehr als einen Kanal lassen und keinen, der tiefer als zwei Blocks ist.

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